Wie du durch Splittesten deine Conversion steigerst

Splittesten für mehr Conversion

Splittesten ist ein wichtiges Werkzeug um deinen Sales Funnel zu optimieren und deine Conversion zu steigern. In diesem Artikel lernst du, wie du wann splittesten solltest, und wann andere Alternativen sinnvoller sind.

Wie du mit Splittests deine Conversion steigerst

Die Grundlegende Idee von Splittests ist es, dass du das Verhalten deiner Nutzer untersuchst. Das bedeutet, dass du herausfindest welche Links oder Bilder öfter geklickt werden. Durch die schrittweise Optimierung aller einzelnen Faktoren kannst du so ein vielfaches mehr aus deinem Traffic herausholen.

Ein einfaches Beispiel:

Nehmen wir einmal an, du hast 1000 monatliche Leser auf deinem Blog. Von diesen 1000 Lesern klicken 100 auf deine Landingpage. Hiervon tragen sich  auf deiner Landingpage 5 Leute ein.

In deinem Sales Funnel wird ca. jeder 20. Teampartner. Außerdem kauft jeder 10. ein Produkt.

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Du hast also folgende Conversions:

Blog->Landingpage: 10%

Landingpage->Eintragung: 5%

Eintragung-> Sale:  10% (Sprich: 1€ Verdienst pro Eintragung)

Eintragung-> Partner:  0,2%

Jetzt sind 5% Conversion auf der Landingpage eine recht schwache Quote. Das ist für den Anfang in Ordnung, aber auf dauer sind durchaus Eintragungsraten von 10-15% möglich.

Was würde das jetzt für dein Geschäft bedeuten? Wenn wir die Conversion auf nur 10% steigern, gewinnst du doppelt so viele Kunden und Partner. Diese Steigerung kannst du mit einigen wenigen Tests erreichen. Die Alternative wäre es, deinen Traffic auf 2000 Leser zu verdoppeln, um den gleichen Gewinn zu erzielen. Was davon wäre wohl einfacher?

Wenn du deine Conversion einmal verbessert hast, wird auch all dein zukünftiger Traffic mehr Einkünfte für dich bedeuten. So legst du einen stabilen Grundstein für effektives Marketing.

Was ist A/B-Splittesten?

Beim A/B Splittesten setzt du genau zwei Varianten deines Versuchsobjektes auf. So kannst du bei zwei unterschiedlichen Ideen testen, welche grundsätzlich besser ankommt.

Ist die bessere Variante gewählt, veränderst du sie schrittweise. Bei jedem Test kommt nur eine Veränderung in Frage. So stellst du sicher, dass du auch nachvollziehen kannst was zur Verbesserung oder Verschlechterung geführt hat. Du änderst also zum Beispiel die Farbe deines Buttons, oder setzt diesen von links nach rechts.

Auch kleinere Veränderungen der Textpassagen, des Hintergrundes oder der allgemeinen Farbgebung kommen in Frage. Aber denk daran, ändere nie mehr als eine Sache, damit du verstehst was passiert.

Was sind die Vorteile von Splittests?

Ein klarer Vorteil des Splittests ist, dass du mathematisch genaue Ergebnisse bekommst. Wenn nach einer ausreichenden Anzahl an Klicks Variante B mehr Klicks erzeugt, wird Variante A verworfen und B gegen eine neue Variante C getestet.

So bist du immer dabei, dich weiter zu verbessern, weil du den Prozess beliebig oft wiederholen kannst. Gleichzeitig riskierst du durch die eher kleinen Änderungen nicht, dass dein Einkommensstrom schwächelt. Denn Selbst wenn die neue Variante 1 oder 2% schlechter konvertiert, hast du immernoch die alte Variante, welche dir stetig gute Dienste leistet.

Ein weiterer Vorteil von Splittests ist der, dass du sie nahezu überall anwenden kannst. Sei es nun bei deinem Blog, deiner Landingpage oder bei den Verkaufsseiten. Alleine auf dieser Seite die du siehst laufen gerade mindestens 3 Splittests:

  1. Der Hellobar am oberen Rand des Bildschirms (welche Buttonfarbe, soll der Button wackeln, welchen Text kommt rein?)
  2. Die Opt-In-Box auf der rechten Seite (Welcher Text, welches Bild?)
  3. Die Banner für mein neues Ebook (Zwei Varianten, beide völlig neu, zum austesten gegeneinander).

Was sind die Nachteile von Split-Tests?

Auf der Kehrseite der Medaille steht ganz oben, dass du eine gewisse Menge an Klicks benötigst, um die Conversion zu testen. Damit du statistisch haltbare Ergebnisse bekommst brauchst du mindestens 100 Klicks, besser 200-500, damit du mit Sicherheit sagen kannst was besser funktioniert. Daher ist Splittesten gerade für Anfänger eine eher langfristige Angelegenheit.

Auch bei Werbeanzeigen ist Splittesten eine sehr sinnvolle Möglichkeit, das Maximum heraus zu holen. Leider bedeutet das im Umkehrschluss, dass du entsprechend viel Geld für die Werbung investieren musst um hier zu Ergebnissen zu kommen.

Splittests sind eine sehr lineare Art des Testens. Das bedeutet, dass viele gute Optionen eventuell vom Tisch fallen und du Blind für neue Varianten wirst.

Wenn Variante A schlechter war als B, dann wird sie gelöscht. Ob Variante A mit einer weiteren Veränderung vielleicht besser wäre, als die zukünftige Variante C wirst du nie erfahren.

Daher empfehle ich dir, auch mal völlig neue Konzepte gegen das alte zu testen, auch wenn das ein gewisses Risiko birgt, den Traffic zu verbrennen.

Welche Alternativen zum Splittesten gibt es?

Um einen genaueren Einblick in das Verhalten deiner Nutzer zu bekommen, und nicht nur auf Zahlen fokussiert zu sein gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Hier blicken wir dem Leser mehr oder minder über die Schulter und erfahren, an welchen Stellen die Aufmerksamkeit liegt. Außerdem sehen wir, was die kritischen Stellen deiner Seite sind, die zu einem Absprung führen.

Heatmaps und ihre Anwendung

Durch eine Heatmap wird betrachtet, welche Stellen einer Website besonders viel Aufmerksamkeit erhalten. Besonders Aufmerksamkeitsstarke Bereiche werden rot oder weiß dargestellt, während die unbeachteten stellen grün, blau oder farblos sind. Der Trick dabei ist, dass Menschen ihren Mauszeiger meistens dorthin bewegen, wo auch die Augen hin wandern.

Von diesen Heatmaps gibt es zwei verschiedene Varianten. Bei der einen Variante wird über einen längeren Zeitraum das Nutzerverhalten aufgenommen und dann eine anonymisierte Durchschnitts-Heatmap erstellt. Die zweite Variante simuliert den Benutzer nur, indem durch bestimmte Algorithmen eine wahrscheinliche Heatmap errechnet wird. Nach verschiedenen Erfahrungsberichten kommen diese simulierten Heatmaps zu 90% an die echten Heatmaps heran. Dadurch sind sie eine echte alternative für jene, die nicht genug Traffic oder Zeit haben, um ein paar tausend Sitzungen auszuwerten.

Vorteile von Heatmaps

Ganz offensichtlich liegt der Vorteil von Heatmaps darin, sich in den Leser hineinversetzen zu können. Wenig beachtete Call to Actions können erkannt werden, und bei Bedarf ausgetauscht oder in ‚heißere‘ Regionen verschoben werden. Du erkennst zum Beispiel auch, welcher Menüpunkt der Interessanteste ist. Dadurch weißt du, welche Seiten du als erstes in der Hinsicht auf Nutzerfluss und eine Einleitung zum Sales Funnel optimieren solltest.

Ein weiterer Vorteil besteht in der einfachen Handhabung sowie der visuellen Auswertung. Deine Leser sehen deine Seite oft anders als du, sodass Heatmaps zu einigen ‚Aha!‘ Effekten führen können.

Nachteile von Heatmaps

Um eine echte Heatmap zu erstellen wird deutlich mehr Traffic gebraucht als zum Beispiel für einen guten A/B Splittest. Außerdem sind die Ergebnisse nicht so klar strukturiert wie die Conversionrate eines Splittests, sondern Interpretationssache. Ein Starker Fokus auf einen bestimmten Bereich kann bedeuten, dass etwas besonders positiv auffällt, oder eben auch besonders negativ. Hier ist dann das weitere Nutzerverhalten gefragt: Springt der Besucher ab? Oder möchte er mehr über das jeweilige Thema erfahren?

Klick-Tracking

Um dieses Nutzerverhalten zu erfassen gibt es eine ebenso effektive wie unangenehme Art der Überprüfung. Wenn konsequent in jedem Link ein passender Tracking-Code verarbeitet wird, kannst du herausfinden welche Links am häufigsten geklickt werden. Gemeinsam mit der Heatmap kannst du dann ziemlich genau aufschlüsseln ob ein Bereich positiv oder negativ wahrgenommen wird.

Auch um global zu betrachten, wie sich deine Nutzer verhalten kann diese Art von Tracking sinnvoll sein. In Google Analytics gibt es ein Diagramm über den Nutzerfluss. Hier siehst du, auf welcher Seite wie viele Leser einsteigen. Von dort aus wird gezeigt, welche Seite sie als nächstes anklicken und so fort. Mit einer geschickten Kombination der Tracking-Möglichkeiten kannst du aus dieser Nutzerfluss-Analyse lesen, welche Seiten und Gründe deinen Leser vergraulen. Vielleicht ist ja eine Umleitung um einen bestimmten Artikel herum förderlich für deine Verweildauer?

Session Recording

Du möchtest herausfinden, warum ein bestimmter Artikel so unheimlich gut oder schlecht abschneidet? Durch Session-Recording kannst du deinen Nutzern buchstäblich über die Schulter schauen. Du siehst alle Bewegungen des Mauszeigers und kannst erkennen, wann der Nutzer aussteigt. Leider sind die meisten Session-Recorder entweder kostenpflichtig, oder bieten nur ein Live-Mitverfolgen einer bestimmten Seite. Vorraussetzung ist natürlich, dass auch jemand die Seite zu diesem Zeitpunkt besucht.

Willst du mehr?

Wenn du noch mehr aus deinem Sales Funnel herausholen möchtest, dann lies auch meinen Artikel über die Zielgruppen-Findung!

Was sind deine wichtigsten Werkzeuge bei der Optimierung deiner Conversion? Teile es mir in einem Kommentar mit!

Über Kevin 80 Artikel
Kevin Stephan begann bereits mit 16 Jahren, sich mit den Themen Selbstständigkeit und Online Marketing auseinander zu setzen. Schon während seines Studiums der Biologie begann er, sich nebenberuflich im Vertrieb weiterzubilden. Durch diese umfangreiche Erfahrung konnte er schon mit 22 Jahren sein engagiertes Ziel erreichen: Menschen das notwendige Werkzeug an die Hand geben, damit sie sich ein Hauptberufliches Einkommen im Network Marketing erarbeiten können und sie so näher zur finanziellen Freiheit führen. Hierbei sind ihm Teamarbeit und ein nachhaltiger Support seines Teams ein Herzensanliegen.

2 Kommentare

  1. Netter Artikel. Aber es muss doch mehr Möglichkeiten geben als sein Produkt über eine LP zu testen oder?
    Fallen dir noch ein paar Tipps ein?

    Gruß, Robert

    • Hallo Robert,
      danke für deinen Kommentar.
      Natürlich kannst du per se alles Splittesten. Es gibt Tools, um den ganzen Blog oder einzelne Beiträge zu testen, du kannst deine Emails gegeneinander testen und so fort.
      Wichtig ist es, dass du bei allem was du tust im Blick hast, wie viele Leute auf was reagiert haben.
      Selbst, wenn du mit den Daten noch nichts anfangen kannst lohnt es sich, das Tracking von Anfang an zu nutzen, damit du später Daten hast um sie zu Analysieren.
      Konnte ich dir damit weiterhelfen?

      Beste Grüße,
      Kevin

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